BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


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Liebe Mitglieder, liebe Freunde des BUND-Wiesbaden

das nächste Monatstreffen findet am Donnerstag den 19. April 2018 um 19:30 Uhr in der Evangelischen Familien-Bildungsstätte, Haus an der Marktkirche, Schlossplatz 4 - 4. Stock, 65183 Wiesbaden, www.familienbildung-wi.de statt.  Informationen können sie unter info@bund-wiesbaden.de anfordern.

27. Februar 2018

Urteil zu Fahrverboten: Krisenmanagement in Sachen Diesel gescheitert / Hardware-Nachrüstungen und Blaue Plakette überfällig

Berlin: Anlässlich der heutigen Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes in Leipzig zur Aufnahme von Fahrverboten in die Luftreinhaltepläne von Stuttgart und Düsseldorf zeigte sich Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), erleichtert: „Endlich ist höchstrichterlich bestätigt, dass Kommunen zum Schutz der Gesundheit ihrer Bürger auch schon jetzt Fahrverbote erlassen können. Das einzig auf die Vermeidung von Fahrverboten ausgelegte Krisenmanagement von Bundesregierung und Autoindustrie ist gescheitert. Nun rächt sich auch, dass die fast zweieinhalb Jahre seit Bekanntwerden des Diesel-Abgasskandals nicht zum Gesundheitsschutz der Menschen, sondern vor allem zur Sicherung der Gewinninteressen der Autohersteller verwandt wurden. Damit ist das Urteil eine umweltpolitische Ohrfeige für die Bundesregierung. 

Die Entscheidung setzt aber nicht nur die von NO2-Grenzwertüberschreitungen betroffenen Kommunen unter Druck. Die kommende Bundesregierung muss durch die schnelle Einführung einer Blauen Plakette Regelungen mit unterschiedlichen Schildern und Kennzeichnungen verhindern. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass die Blaue Plakette zielgerichtet und flächendeckend zum Einsatz kommt. Den Stickoxid-Problemen durch verkehrsbeschränkende Maßnahmen nur in einzelnen Straßen zu begegnen, bringt in der Sache nichts und verlagert das Problem nur, anstatt es zu lösen. Deshalb muss an der Belastungsquelle „Diesel-Pkw“ angesetzt werden. Hardware-Nachrüstungen* für betroffene Fahrzeuge sind unumgänglich. Die Regierung muss sicherstellen, dass die Kosten für wirksame Hardware-Nachrüstungen von den Verursachern, also den Autoherstellern, getragen werden. Die umweltpolitische Schonzeit zu Lasten der Menschen für die Autokonzerne muss endlich vorbei sein.“

 

Informationen zur Blauen Plakette: www.bund.net/service/<wbr></wbr>publikationen/detail/<wbr></wbr>publication/einfuehrung-einer-<wbr></wbr>blauen-plakette-zur-minderung-<wbr></wbr>der-no2-belastung-in-staedten/

 *Eine überdeutliche Mehrheit von 83 Prozent der Bevölkerung in Deutschland spricht sich dafür aus, dass die neue Bundesregierung die Autohersteller dazu verpflichtet, Dieselfahrzeuge, die von dem Abgasskandal betroffen sind, auf Herstellerkosten so nachzurüsten, dass diese die geltenden Abgasgrenzwerte auch im Alltagsbetrieb einhalten.

Die Emnid-Umfrage im Auftrag des BUND gibt es als PDF zum Download unter:

www.bund.net/emnid_umfrage_<wbr></wbr>diesel_2018

16. Februar 2018

Hilfe beim Krötensammeln in Auringen gesucht

Der BUND Wiesbaden sucht dringend weitere Helferinnen und Helfer für die Betreuung der Amphibienschutzanlage an der Auringer Kläranlage. „Ab Anfang März ist mit den ersten wandernden Erdkröten zu rechnen“, so Julia Beltz vom BUND. „Sobald die Nächte milder werden, kontrollieren wir abends die Schutzzäune an der K659 Richtung Kloppenheim und den gesperrten Straßenabschnitt der K661 Richtung Heßloch. Die Tiere werden über die Straße gebracht und dabei gezählt. Dazu braucht man einen Eimer, eine gute Taschenlampe und sollte unbedingt eine Verkehrs-Warnweste tragen. Alles weitere erklären wir Neueinsteigern dann am besten bei gemeinsamen Kontrollgängen vor Ort.“

Der BUND betreut seit 2005 im Auftrag des Umweltamtes die Schutzanlage in Auringen und musste in dieser Zeit leider einen erheblichen Rückgang der wandernden Tiere feststellen – Ursache unbekannt. „Daher“, so Beltz, „ist ein Monitoring wichtig, um die weitere Entwicklung des Amphibienbestands im Auge zu behalten.“

Die Erdkröten wandern vor allem über die Straße nach Heßloch in ihre Laichgewässer im Alsbachtal aber auch über die Straße nach Kloppenheim und im Wickerbachtal zum Klärteich Auringen. Dort sind auch Grasfrösche unterwegs. Desweiteren werden regelmäßig Molche und als besonderes Highlight Feuersalamander gefunden.

Der BUND wünscht sich Unterstützung möglichst aus Auringen, Naurod, Heßloch, Kloppenheim oder Medenbach, um lange Anfahrten zu vermeiden. Interessenten können sich melden unter

 julia.beltz@bund-wiesbaden.de oder Tel. 06127/4401 (AB).

Quelle: http://www.bund-wiesbaden.de/startseite/