Veranstaltungen 2019

 

 

Informationen zu einer möglichen UNESCO-Biosphärenregion Rhein-Main-Taunus

Liebe Umwelt- und Naturinteressierte, 

in diesem Jahr möchten wir Sie im Rahmen einiger Veranstaltungen auch über die derzeit diskutierte UNESCO-Biosphärenregion (BSR) informieren, die neben Flächen des Rheingau-Taunus- und des Main-Taunus-Kreises auch Teile des Wiesbadener Stadtgebiets umfassen würde. Eine Biosphärenregion ist eine Modellregion, in der nachhaltige Entwicklung in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht exemplarisch verwirklicht werden soll. Hierzu lässt das Land Hessen derzeit unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger eine Machbarkeitsstudie erstellen, deren Ergebnis im Herbst 2019 vorliegen soll. Erst danach wird entschieden, ob dieses regionale Kooperationsprojekt umgesetzt werden und ein entsprechender Antrag bei der UNESCO gestellt werden soll. 

Siehe auch: https://www.machbarkeitsstudie-biosphaerenregion.de

=================================================================

Exkursion: Bechsteinfledermaus und biologische Vielfalt im Naturpark Rhein-Taunus

Samstag, 27. April 2019, 15 Uhr, Heßloch

Treffpunkt: Bushst. Heßloch, Wendepunkt Michaelisstraße (Endstelle Linie 24, Ankunft 14.54 Uhr) 

Kooperationsveranstaltung mit dem Naturpark Rhein-Taunus 

Andreas Wennemann, Geschäftsführer des Naturparks Rhein-Taunus stellt im Heßlocher Wald das Projekt zum Schutz der Bechsteinfledermaus vor. Als sogenannte „Verantwortungsart“ soll diese Fledermaus, die auf naturnahe Wälder mit vielen Baumhöhlen für ihre Wochenstuben angewiesen ist, besonders geschützt und gefördert werden. Hierfür hat der Naturpark in Zusammenarbeit mit Behörden und Fachbüros vier Jahre lang Untersuchungen durchgeführt, Schutzmaßnahmen entwickelt und Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Welche besonderen Ansprüche die Bechsteinfledermaus an ihren Waldlebensraum stellt, werden wir bei unserem ca. 2-stündigen Spaziergang erfahren.

Große Naturschutzprojekte wie das zur Bechsteinfledermaus sind auf umfangreiche Fördermittel, gute Kooperation und leistungsfähige Trägerstrukturen angewiesen. Würde eine UNESCO-Biosphärenregion (BSR) Rhein-Main-Taunus, wie sie derzeit diskutiert wird, die Finanzierung und Koordination solcher Projekte erleichtern? Zur BSR lässt das Land Hessen derzeit eine Machbarkeitsstudie erstellen, bei der die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden. Mit dieser Exkursion möchten wir daher auch diese Biosphärenregion diskutieren und zukünftige Chancen aufzeigen. 

Info und Anmeldung: Julia.Beltz@bund-wiesbaden.de 

Info zur Bechsteinfledermaus: www.bechsteinfledermaus.eu

=================================================================

Botanisch-ornithologische Wanderung durch das Ernstbachtal

Sonntag, 5. Mai 2019, 11 Uhr

Treffpunkt: P+R Parkplatz „Kahle Mühle“, Saarstraße (erreichbar über Buslinien 5,15,18,39), weitere Fahrt in PKW-Fahrgemeinschaften, Fahrzeit bis zum Hermannssteg ca. 45 Minuten.

Nahezu das gesamte Einzugsgebiet des Ernstbaches ist bewaldet und unbewohnt – und damit trotz der unmittelbaren Nähe zum Rhein-Main-Gebiet nahezu menschenleer, ohne asphaltierte Wege und touristische Infrastruktur. Bekannt wurde der Ernstbach durch die längst aufgegebenen Planungen in den 1970-er Jahren zum Bau einer Trinkwasser-Talsperre zur Versorgung des Rhein-Main-Gebiets. 

Die inkl. Pausen ca. 5-stündige und ca. 16 km lange Wanderung führt auf einem Rundweg vom Hermannssteg an der Mündung des Ernstbaches in die Wisper in zunächst sanftem Anstieg über ca. 300 Höhenmeter zum Erbacher Forsthaus, dann an Geroldstein vorbei und endet zur Schlussrast in der Laukenmühle. Unterwegs stellt Dr. Norbert Dörr (Pharmazeut und Hobby-Botaniker) Waldbäume sowie Pflanzen am Wegesrand vor und Matthias Sacher erklärt als Ornithologe die Vogelwelt vor Ort.

 Das Ernstbachtal liegt im Hinterlandswald und repräsentiert damit – wie u.a. auch Wispertaunus, Inselrhein, Weinbau- und Streuobstgebiete – unser besonderes und außergewöhnlich vielfältiges Natur- und Landschaftskapital mitten im Ballungsraum. Nicht zuletzt für den Erhalt und die Pflege dieser Landschaft wird derzeit über eine UNESCO-Biosphärenregion (BSR) Rhein-Main-Taunus diskutiert. Während der Rastpause (Rucksackverpflegung!) möchten wir daher auch über die angedachte Biosphärenregion informieren. 

Info und Anmeldung: Julia.Beltz@bund-wiesbaden.de

=================================================================

Botanischer Spaziergang vom Nerotal zum Rabengrund

Donnerstag, 30. Mai 2019 (Himmelfahrt), 14 Uhr

Treffpunkt: Parkplatz und Bushst. Nerotal  (Endstelle Linie 1)

Der ca. zweistündige Spaziergang führt durch die Auen des Schwarzbachs im Landschaftspark Oberes Nerotal, vorbei am Geo-Natur-Erlebnispfad bis in den Rabengrund, der eines der ältesten und bedeutendsten Wiesbadener Naturschutzgebiete. Wir wandern erst westlich ca. 150 m hoch bis zur Schutzhütte am Hupfeldweg, ehe wir das eigentliche NSG erreichen. 

Dr. Norbert Dörr (Pharmazeut und Hobby-Botaniker) zeigt die Bäume und anderen Pflanzen am Wegesrand  mit ihrer früheren und heutigen Bedeutung für Mensch und Tier. Auch die besondere Flora des Rabengrundes wird erläutert. Eine Einkehrmöglichkeit besteht im Café und Restaurant „Leichtweiß“.

Der Landschaftspark Oberes Nerotal ist eines der bedeutendsten Täler für die Wiesbadener Naherholung, aber auch für die Grünvernetzung von der Stadt in die freie Landschaft. Zugleich ist er Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten. Landschaftsparks und städtische Grünanlagen gehören wie auch die Stadtbäume zum wertvollen Grünkapital, das die Stadt Wiesbaden – seit kurzem auch Mitglied im Bündnis „Kommunen für Biologische Vielfalt“ -  mit in eine derzeit diskutierte UNESCO-Biosphärenregion (BSR) Wiesbaden-Rhein-Main einbringen könnte. Hierzu lässt das Land Hessen unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger eine Machbarkeitsstudie erstellen, deren Ergebnis im Herbst 2019 vorliegen soll. Im Rahmen dieser Wanderung möchten wir daher auch über die angedachte Biosphärenregion informieren.

Info: Norbert Dörr, n_w_doerr@yahoo.de

=================================================================

Familienangebot in der Fasanerie: Wildkatzentag

So, 30. Juni 2018, ab 11 Uhr

Treffpunkt: Fasanerie Wiesbaden, Spielwiese (bei Regen keine Veranstaltung)

Alles rund um die Wildkatze für Kleine und Große: mit Wildkatzenweitsprung, Wildkatzenquiz, Wildkatzensudoku und Basteln von Wildkatzenmasken. Außerdem informieren wir über das BUND-Projekt „Rettungsnetz Wildkatze“ und machen abstrakte Begriffe wie „Biodiversität“ oder „Biotopvernetzung“ für Jung und Alt praktisch erfahrbar. Während der Fütterung der Wildkatzen durch Tierpfleger der Fasanerie können die scheuen, sonst „unsichtbaren“ Tiere ausgiebig beobachtet werden.

Info: Julia.Beltz@bund-wiesbaden.de

=================================================================

Spaziergang: Streuobstwiesen und Gartenschläfer-Projekt

Samstag, 24. August 2019, 14.45 Uhr, Breckenheim

Treffpunkt: Bushst. Friedhof Breckenheim (Linie 23)

Der Spaziergang führt durch das Streuobstgebiet „Scheuerling“ in Breckenheim mit seinen vielen alten Birnenbäumen und teilweise noch sehr artenreichen Wiesen. Streuobstwiesen sind geschützte Biotope, die vielen Tierarten Nahrung und Unterschlupf bieten. Eine typische Art ist der Gartenschläfer, der in Wiesbaden und Umgebung sehr häufig vorkommt, andernorts aber aus bisher unbekannten Gründen nahezu verschwunden ist. Um den Ursachen dieses Rückgangs auf die Spur zu kommen und Schutzmaßnahmen zu erarbeiten, hat der BUND gemeinsam mit der Universität Gießen und der Senckenberg Gesellschaft für Naturkunde ein umfangreiches Schutzprojekt gestartet. In Hessen liegt der Forschungsschwerpunkt in der „Gartenschläfer-Hauptstadt“ Wiesbaden. Worum genau es dabei geht, erläutert Susanne Schneider, Projektmanagerin Naturschutz beim BUND Hessen. 

Große Naturschutzprojekte wie das zum Gartenschläfer sind auf umfangreiche Fördermittel, gute Kooperation und leistungsfähige Trägerstrukturen angewiesen. Eine UNESCO-Biosphärenregion (BSR) Rhein-Main-Taunus könnte die Finanzierung und Koordination solcher Projekte erleichtern. Auf unserem Streuobst-Spaziergang möchten wir daher auch über die angedachte Biosphärenregion informieren.  

Info und Anmeldung: Julia.Beltz@bund-wiesbaden.de

=================================================================

Führung durch den Apfelsortengarten des Streuobstkreises Wiesbaden

Samstag, 14. September 2019, 14.30 Uhr, Medenbach

Treffpunkt: Apfelsortengarten in Medenbach, Wildsachsener Straße, gegenüber Gewerbegebiet „An den drei Weiden“, unterhalb Autobahnbrücke A3; per ÖPNV erreichbar über Buslinie 21 (Abfahrt Luisenplatz 13.47 Uhr), Hst. Kirschenbergstraße, von dort ca. 10 Min. Fußweg durch die Straße Alt-Medenbach.

Kooperationsveranstaltung mit dem Streuobstkreis Wiesbaden

Der Streuobstkreis Wiesbaden hat im Jahr 2005 in Medenbach einen großen Apfelsortengarten angelegt, auf dem mittlerweile über 200 Bäume wachsen, darunter viele lokale und auch seltene alte Sorten wie z. B. Kloppenheimer Streifling, Nauroder Streifling, Hofheimer Glanzreinette sowie alle hessischen Lokalsorten des Jahres. Ulrich Kaiser vom Streuobstkreis wird durch den Garten führen und seine Besonderheiten erläutern.

Zum Erhalt der landschaftsprägenden Streuobstwiesen und der regionaltypischen Obstsorten gibt es nicht nur in Wiesbaden sondern auch im benachbarten Rheingau-Taunus- und Main-Taunus-Kreis zahlreiche Aktivitäten. Denn ohne Nutzung, Pflege und Nachpflanzung können die Obstwiesen, die als besonders artenreiche Biotope gesetzlich geschützt sind, nicht erhalten werden. Eine UNESCO-Biosphärenregion (BSR) Rhein-Main-Taunus, wie sie derzeit diskutiert wird, könnte solche Aktivitäten vernetzen und die Vermarktung regionaler Streuobstprodukte fördern. Zur BSR lässt das Land Hessen derzeit eine Machbarkeitsstudie erstellen, bei der die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden. Im Rahmen dieser Führung möchten wir daher auch über die angedachte Biosphärenregion informieren.  

Info und Anmeldung: Julia.Beltz@bund-wiesbaden.de

=================================================================

Exkursion: Pilze rund um den Kellerskopf

 So, 20. Oktober 2019, 11.30 Uhr, Naurod

Treffpunkt: Parkplatz Pfadfinderdenkmal an der Auffahrt zum Kellerskopf in Wi-Naurod, Abholung von Bushaltestelle Erbsenacker (Linie 21) möglich. 

Pilze sind eine sehr vielgestaltige Gruppe der Lebewesen, die weder den Pflanzen noch den Tieren angehören, sondern ein eigenes Reich bilden. In den Ökosystemen der Erde spielen sie als Zersetzer von toter organischer Substanz und als Kooperationspartner der Waldbäume eine wichtige Rolle. Einige Pilze sind allerdings auch Parasiten, die Lebewesen schädigen oder sogar töten können. Viele mikroskopisch kleine Pilze haben eine wichtige Bedeutung bei der Produktion von Nahrungsmitteln (z.B. Wein, Joghurt, Käse, Brot) oder Medikamenten (z.B. Penicillin).

Die Fruchtkörper einiger Großpilze werden als Speisepilze hochgeschätzt - aber viele Pilze bilden auch sehr potente Gifte und pharmakologisch wirksame Substanzen. In den mitteleuropäischen Wäldern und Wiesen leben tausende verschiedene Pilzarten, von denen wir eine ganze Reihe der auffälligen, größeren Vertreter bei unserer Wanderung durch den Wald am Kellerskopf kennenlernen werden.

Referentin: Dr. Claudia Gallikowski, Mikrobiologin und Ökologin

Info und Anmeldung: Julia.Beltz@bund-wiesbaden.de

=================================================================

Am Samstag, d. 6. April 2019 haben wir gemeinsam mit dem Imkerverein an den Biotopelementen auf der „Insektenwiese“ in Kloppenheim weitergearbeitet. Die insgesamt zwölf Helferinnen und Helfer aus beiden Verbänden kamen in den 2,5 Stunden sehr gut voran.

Zunächst wurden die Bodenflächen für das Sandbeet und die Trockenmauer ausgehoben. Das Mauerfundament wurde mit Schotter stabilisiert und danach hieß es Steine schleppen, denn die Bruchsteine aus einem Kellerabriss in Kloppenheim lagerten noch am Straßenrand. Aber mit zwei Schubkarren und vielen fleißigen Händen klappte das prima, so dass die neue Trockenmauer zügig auf die Endhöhe von ca. 60 Zentimetern gebracht werden konnte. Mit Reststeinen und Erdaushub hinterfüllt steht sie nun stabil und kann  in ein paar Wochen, sobald sich die Erde ausreichend gesetzt hat, mit blütenreichen Kräutern wie Thymian, Lavendel und Majoran bepflanzt werden.

Ebenfalls an diesem Samstagvormittag  haben wir in eine halbschattige Grundstücksecke einen Faulbaum gepflanzt (Raupenfutterpflanze für Zitronenfalter), der künftig mit Blüten und Früchten Nahrung für Insekten und Vögeln bieten wird.

Die kürzlich gesetzten Wildblumenstauden sind bereits gut angewachsen, und der bereits im letzten Jahr eingesäte Wildbienen- und Schmetterlingssaum treibt kräftig aus. Ein zweiter Saumstreifen wird demnächst eingesät – das Beet ist bereits vorbereitet.

Der nächste größere Arbeitseinsatz steht an, wenn der Sandhaufen für bodennistende Wildbienen angelegt wird. Doch dafür warten wir noch ab, bis sich die als Rückwand verbaute Erde ausreichend gesetzt hat.

=================================================================

29. März 2019

Grundschulprojekt Streuobstwiese

Das Projekt – eine Kooperation des BUND Wiesbaden und des Streuobstkreises Wiesbaden e.V. – auf der Streuobstwiese der Diltheyschule fand im Jahr 2018 bereits zum siebten Mal statt. 

An jeweils vier Terminen im Jahr besuchten uns (Dipl. Umweltwissenschaftlerin und Umweltpädagogin Annette Stosius, Dipl. Soziologin und Umweltpädagogin Kaya Klein, Dipl. Biologin Mara Waldschmidt) die Schülerinnen und Schüler der beiden 2. (später 3.) Klassen der Blücherschule, um die Streuobstwiese im Jahresverlauf kennenzulernen. Spielerisch erkundeten sie die Wiese und ihre Bewohner. Wir befassten uns mit den ökologischen Aspekten ebenso wie mit der Nutzung durch den Menschen. 

Es wurden wieder verschiedene von den Klassen mitgebrachte Honigsorten probiert, mit der Imkerin Andrea Gläsener (Limes-Gärtnerei in Hohenstein-Born) Spannendes und Wichtiges über unsere Honigbiene und andere Bestäuber vermittelt, Ohrwurmbehausungen und Insektenhotels gebaut,    Äpfel verkostet und schon früh im Jahr (Mitte September) gekeltert. Dies war im heißen Jahr 2018 sogar eine doppelte Besonderheit: Erstens hatten wir eine Handkelter vom Frankfurter Verein Umweltlernen ausgeliehen, zweitens unterstützte uns wie auch schon in den vergangenen Jahren Dietrich Kröger. Ob wir ihn im nächsten Jahr als erfahrenen Kelterexperten begrüßen können, hängt maßgeblich davon ab, ob er Unterstützung erhält. Interessenten mögen sich beim BUND melden. An dieser Stelle schon einmal 1000-fachen Dank an Dietrich für seine langjährige und wertvolle Hilfe! 

In diesem wunderbaren Projekt fördern wir nicht nur die Beobachtungsfähigkeiten der Kinder, sondern alle Sinne im Rahmen des Themas Streuobstwiese mit ihren vielfältigen Bewohnern (Stichwort Biodiversität) und Schönheiten mitten in der Stadt. 

Dipl. Biol. Mara Waldschmidt

 

 

2. November 2015

Umweltmeile Wiesbadener Stadtfest 2015



19. Februar 2019

Stellungsnahme zur städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Ostfeld

190212_BUND_WI_Ostfeld.pdf